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Das Sachlichkeitsgebot im Journalismus

Ein Blogbeitrag unseres Vorstandsmitglieds Achim Schäfer:

Wer viel liest, und dabei sehr unterschiedliche Medien nutzt, wird schon selbst festgestellt haben, dass sich zunehmend eine Unart ausbreitet, die mit sachlichem Journalismus nichts mehr zu tun hat.

 

Statt auf bewährte Art über These und Anti-These eine mit Fakten untermauerte Synthese anzubieten, bedienen sich Schreiber die eine bestimmt Meinung niedermachen wollen, der Methode, die Vertreter dieser Meinung einfach in die Ecke von Verschwörungstheoretikern, Pseudo-Esoterikern oder Rechtsgesinnten zu stellen. 

Diese mit dem Begriff "Todschlagargumente" bezeichnete "Vergewaltigungs-Psychologie" zieht meistens. Sie erspart langes Recherchieren, das Unterbreiten sachlicher Fakten und Argumente, und ein Angebot zur Wahrheitsfindung durch rationale Analyse eines Sachverhaltes.

Menschen die mit lauteren Beweggründen schreiben, fühlen sich meiner Meinung nach einem neutralen Journalismus, der frei von Voruteilen ist, verpflichtet. Sie haben es nicht notwendig über Andersdenkende "den Stab zu brechen" oder sich gar als Richter aufzuspielen. Sie überzeugen durch gewinnenden Sachverstand und  Redlichkeit. Auffallend ist, dass besonders gerne Klima- und Ökoaktivisten, Pestizidgegner, 5G-Bedenkenträger u.ä. Zielscheibe solcher Pseudo-Aufklärer sind.

Mir persönlich geht es mittlerweile schon so, dass mir diejenigen suspekt erscheinen, die bei ihrem Argumentieren versuchen, mit Begriffen wie Esoteriker, Verschwörungstheoretiker, Rechtsgesinnte usw. die Gegenseite mundtot zu machen.

Sie wecken in mir Interesse und Neugier für die Meinung der so Bezeichneten, da ich mir denke, wenn jemand mit dieser Art der Diffarmirung arbeitet, hat er die Absicht mir eine wichtige Anschauung vorzuenthalten. Frei nach dem Geist  aus dem Lichtenberg-Zitat: "Das Buch, das in der Welt am ersten verboten zu werden verdiente, wäre ein Katalog von verbotenen Büchern". 


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