Wahlrecht aus Verantwortungsbewusstsein wahrnehmen!

Ein Blogbeitrag unseres Kreistagskandidaten Achim Schäfer, Listenplatz 10

„Demokratie ist, wenn sich Menschen in ihre eigenen Angelegenheiten einmischen“

Die moderne Demokratie ist noch eine junge Einrichtung. Die Grundidee wurde 1863 sehr treffend von Abraham Lincoln charakterisiert, als "Regierung des Volkes, durch das Volk und für das Volk". Doch heute kann man einen allgemeinen Unmut feststellen, angesichts der Art und Weise, wie dieses Prinzip in die Praxis umgesetzt wird. Als Folge dieser Frustration bleiben viele Menschen den Wahlurnen fern.

"Man kann sowieso nichts ändern", hört man dann oft als pauschale Feststellung. Oder, eine Aussage die zunehmend von junge Menschen kommt: "Politik interessiert mich nicht". Die unterschiedlichen Gruppierungen in der Schar der Nichtwähler sind in der Regel der Meinung, eine echte Herrschaft des Volkes, durch das Volk und für das Volk, gäbe es nicht. Dass alles damit abgetan sei, dass sie als Wähler alle paar Jahre ihre Stimme abgeben, dann aber einflussreiche wirtschaftliche Kräfte wesentlich die Entscheidungen der Politik prägen, ist für sie unbefriedigend, und hält sie somit davon ab wählen zu gehen.

Für viele Menschen gibt es unter den verschiedenen politischen Blöcken auch keine Richtung, die ganz ihre Zustimmung findet, was sie dann auch ins Lager der Nichtwähler führt. Bei all diesen Sichtweisen bleibt aber ein entscheidender Faktor außen vor, den Max Frisch so treffend formuliert hat, in dem er feststellte: "Demokratie ist, wenn sich Menschen in ihre eigenen Angelegenheiten einmischen". Sich dessen bewusst zu sein, bringt es mit sich, für seine Familie oder seine Lebensgemeinschaft, sein Lebensumfeld und seine Lebensumstände Verantwortung zu übernehmen.

Es stehen nicht nur Personen und Parteien zur Wahl, sondern in Zeiten des Populismus, das Gesellschaftsmodell der Demokratie an sich. Diejenigen, die nicht wählen, können unter Umständen bewirken, das sich politischen Kräfte etablieren, die demokratische Rechte einschränken, manipulieren und Korruption Vorschub leisten. Diese Beobachtung lässt sich in vielen Ländern dieser Erde machen. Frei eine politische Wahl treffen zu können, ist ein Privileg der Demokratie, das ist keine Frage. In vielen Ländern besteht diese Möglichkeit nicht oder nur eingeschränkt. "Jede Regierung, die man wieder loswerden kann, hat einen starken Anreiz, sich so zu verhalten, dass man mit ihr zufrieden ist," stellte der Philosoph Karl Popper fest.

Wer eine Regierung will, mit der er zufrieden ist, steht in der Verantwortung von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Wer sich schwer tut, eine Wahl zu treffen, dem steht die Möglichkeit offen, den Wahl-O-Mat zu bemühen, um die Partei zu finden die ihm am meisten zusagt.

Vielleicht ist dies dann ja sogar die "ödp", welche sicherlich eine gute Wahl wäre.


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