Mensch vor Profit - ein anderes Wirtschaften ist möglich!

Auf Grund einer kurzfristigen Absage des geplanten Redners des Abends sprang Spitzenkandidat Manuel Tessun "in die Bütt" und begeistert rund 50 Zuhörer mit einem interessanten Vortrag über unser Wirtschaftssystem und mögliche Auswege daraus.

19:35 Uhr, der Raum im ersten Stock des Wirtshauses Flößerei ist mit rund 50 Personen gut gefüllt. Da tritt Manuel Tessun, Spitzenkandidat der ödp für den Kreistag in Bad Tölz vor die Menge und begrüßt die Anwesenden: 

„An sich sollte ich Ihnen jetzt einen Herren vorstellen, der 1962 geboren wurde. Er studierte und promovierte in VWL und Wirtschaftsgeschichte an der LMU in München, arbeitete 9 Jahre als Bankier, davon 7 Jahre als Investmentbanker und ist seit 2002 Professor an der Hochschule Aalen – ich spreche von Prof. Dr. Christian Kreiß. Leider erreichte mich vor 2h die Nachricht, dass Herr Dr. Kreiß auf Grund Erkrankung und der aktuellen Corona-Situation heute nicht kommen kann. Daher darf ich Ihnen nun einen weiteren Herren vorstellen: Er wurde 1977 geboren, studierte BWL an der Frankfurt School of Finance & Management in Frankfurt und an der CEU San Pablo in Madrid, arbeitete 11 Jahre als Bankier, 6 Jahre davon im Investmentbanking und doziert heute an diversen Bildungseinrichtungen – und steht gerade vor Ihnen.“ 

So übernahm der ödp-Spitzenkandidat Manuel Tessun kurzentschlossen selbst den Vortrag von Herrn Dr. Kreiß und erzählte den interessierten Zuhörern spannende Zusammenhänge zu den Themen Wachstum, Arbeit, Produktivität, Werbung und Gemeinwohl. Bereits 1930 prognostizierte John Maynard Keynes, dass wir im Jahre 2030 aufgrund der rasanten technischen Fortschritte nur mehr eine 15-Stunden-Arbeitsowche bzw. einen 3-Stunden-Arbeitstag haben würden. Nicht nur Keynes, immer wieder haben Ökonomen dies gesagt und auch heute wird es für die Zukunft prophezeit. Die vorhergesagten Produktivitätszuwächse sind aufgrund der großartigen technischen Erfindungen des Menschengeistes tatsächlich eingetreten. Trotzdem ist seit beinahe 50 Jahren die Erwerbsarbeitszeit in den meisten Industrieländern praktisch nicht mehr gesunken. In jüngerer Zeit ist sie gar gestiegen und Druck und Stress am Arbeitsplatz haben zugenommen. 

Wie kann das sein? Warum arbeiten wir eigentlich so viel? Warum muss es immer mehr und noch mehr werden? Warum belasten wir die Umwelt immer noch stärker? Warum widmen wir uns nicht endlich den wichtigen Dingen des Lebens?

Antworten auf diese kritischen Fragen gab Manuel Tessun in seinem spannenden Vortrag und zeigte auch anhand des ödp Wahlprogramms immer wieder Lösungsansätze auf. Auch Anregungen für die persönliche Reflexion, das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen, konnten die Zuhörer mit nach Hause nehmen. 

Im Anschluss an den Vortrag und eine rege Diskussion stellten sich neben Manuel Tessun noch die Kreistagskandidat*innen der ödp, Monika Achermann-Weinert (Platz 2), Christian Schneeweiß (Platz 4), Heike Kirsch (Platz 5), Gerd Hruschka (Platz 6) und Jan-Philipp von Olfen (Platz 8), in kurzen Statements vor. Abschließend sprach noch Filiz Cetin, Landratskandidatin der SPD, die der Einladung der ödp zu diesem Abend gefolgt war, zu den anwesenden Gästen. Die ödp hatte sich vergangenes Wochenende mit einer Wahlempfehlung hinter Frau Cetin gestellt und ihren Anhängern die Wahl der SPD-Frau als Landrätin empfohlen, da die ödp keinen eigenen Landratskandidaten aufgestellt hat.

Wahlempfehlung Filiz Cetin als Landratskandidatin

Voll besetzter Saal

Filiz Cetin mit Manuel Tessun und Monika Achermann-Weinert

Die Ödp-Spitzenkandidat*innen in der Blitz-Vorstellung


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